In Nepal betreuen die Imker die asiatische Honigbiene "Apis cerana", die ursprüngliche Wirtin der Varroamilbe. Neben ihr lebt die Riesenhonigbiene "Apis dorsata". Sie liefert dem Honigjäger im Himalayagebirge Honig und Wachs.
Überall Bienen und Bienenfreunde
Bienen und Varroa in Nepal

Seit 1986 ist Albert Müller mit einem Bienenprojekt in Nepal verbunden, seit 1989 hat er dort mehrmals Kurse gegeben. In Holland ist er berufstätig als Lehrer und Berater für Bienenzucht. Einer der Projektleiter hat bei ihm seine Ausbildung gemacht und so war das Band mit Nepal schnell da.
Das normale Schwarmverhalten der Ceranabiene ist im Frühjahr und Herbst. Die Völker bilden Weiselzellen und die Schwärme ziehen wie bei uns aus. Wenn die Tracht nachläßt oder das Volk vom Imker zu viel gestört wird, zieht das Volk auch aus. Dabei wartet es, bis alle Brut geschlüpft ist.
Wie lebt die Cerana mit der Varroamilbe zusammen?
Die Milbe vermehrt sich nur in der Drohnenbrut. Bei der Brutpflege durchsuchen die Ammenbienen auch die Zellen. Wird eine Milbe gefunden dann wird sie zerbissen. Die Drohnenzelle wird mit reinem Wachs verdeckelt und hat im Zentrum ein kleines Loch. Wenn die Made zu stark befallen ist schließen die Bienen das Loch, sodaß Larve und Milben zugrunde gehen. Bemerkt eine Biene einen Milbe auf ihre Körper, ruft sie andere Bienen. Die laufen herbei, tasten mit ihren Fühlern den Leib ab bis die Milbe gefunden ist und zerbeißen das Ungeheuer. Ist die Varroabelastung zu groß geworden, dann verlässt das Volk sofort die Beute. Es befreit sich so von der Varroa-Infektion, weil es das verschlossene Brutnest mit den meisten der Varroamilben zurückläßt.
Möge unsere europäische Honigbiene, die Apis Mellifera einige von diesen Eigenschaften entwickeln, dann wäre viel gewonnen.
In einem weiteren Artikel wird Albert Muller mehr über die Bienen und das Leben der Imker in Nepal erzählen.


