Am 2. März 2001 hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin die landwirtschaftlichen Einrichtungen an der Fischermühle besichtigt. Trittin sieht deutlich, daß der Konflikt zwischen konventioneller Landwirtschaft und Naturschutz am besten durch ökologischen Landbau zu lösen ist. In diesem Zusammenhang schilderte Thomas Radetzki die Sorgen der Imker. Honig- und Wildbienen sind auf eine Landwirtschaft angewiesen, die blühende und vielseitige Pflanzenbestände fördert.
Im Gespräch führte Jürgen Trittin aus, daß die deutsche Landwirtschaft mit insgesamt DM 85.000.000.000 (fünfundachtzig Milliarden!) pro Jahr subventioniert wird. Ein viel zu geringer Teil dieser EU, Bundes- und Länderzuschüsse werden aber für die Umwandlung der Landwirtschaft ausgegeben. So ist auch bei Mellifera e.V. während 16 Jahren Pionierarbeit für wesensgemäße Bienenhaltung noch kein Pfennig angekommen.
Thomas Radetzki stieß aber bei Jürgen Trittin auf Verständnis für die Bienen. Der Bundesumweltminister erhielt ein kleines Honiggeschenk für sich und seine Kollegin Renate Künast. Es bleibt zu hoffen, daß der Honig beide für ihre schwierigen Aufgaben stärkt und die Minister an die Sorgen der Bienen erinnert.



