NBL-Blog

Ein Schachbrettfalter besucht eine Kamilleblüte Foto: Volker Gottwald

Lassen Sie es blühen

Ab sofort kann jeder für mehr Blütenvielfalt in unseren Gemeinden und unserer Landschaft sorgen und so die Lebensgrundlage für Biene, Hummel, Schmetterling & Co verbessern!

Die warmen Frühlingstage locken dicke Hummeln aus Ihrem Winterquartier, fleißige Wildbienen sammeln Nektar und Pollen. Sie legen Brutnester für zukünftige Generationen an. Honigbienen können mancherorts schon Kirschblüten- und Löwenzahnhonig sammeln. Erste Falter gaukeln durch die Luft. In der Landschaft summt, brummt und flattert es.

Jeder Blühpate kann es blühen lassen, so wie hier in Bayern.Foto: Günter Klössinger Nach der Blütenfülle der Frühlingswochen übernimmt leider zu oft einheitliches Grün in unserer Landschaft die Vorherrschaft. Aus Getreidefeldern sind Kornblume und Klatschmohn verschwunden, in manchen Regionen wird intensivster Maisanbau als Futter für Tiere und Biogasanlagen angebaut. Wiesen werden fünf bis sechs Mal gemäht und stark gedüngt. Wer selbst noch üppige Wiesenblumensträuße pflücken konnte, erinnert sich wehmütig an diese Zeit und erzählt seinen Enkeln von der einstigen Blütenvielfalt auf unseren Wiesen und Wegrändern.

Für Blütenbesucher ist diese Situation existenziell bedrohlich. Immer wieder klagen Imker über hungernde Bienenvölker im Sommer. Biologen, Insektenkundler und Naturschutzverbände alarmiert ein drastischer Artenschwund in den vergangenen Jahrzehnten.

Seit über 14 Jahren setzt sich das Netzwerk Blühende Landschaft (NBL) für die Belange der Blüten besuchenden Insekten ein.

Gartenhummel Foto: Barbara Stark Nun startete das NBL die Aktion „Blühpate werden!“. Gemeinsam mit Landwirten, regionalen Initiativen und Kommunen legen wir in diesem Jahr deutschlandweit an über vierzig Standorten insgesamt 30 Hektar Schau-Blühflächen an. Über das Jahr begleiten wir diese mit Führungen und Presseberichten, um viele Menschen mehr für eine blühende Landschaft zu gewinnen. Die Schauflächen geben Beispiel und Know-How, um selbst aktiv zu werden. Dabei sind blühende Flächen nicht nur Augenweide und Bienenweide für Mensch und Blütenbesucher. Blühflächen haben handfeste ökologische Vorteile, wie zusätzlicher Humusaufbau und Rückzugsraum für Wildtiere und sind – wie wir in unserem Blog-Interview mit dem Agrarökologen Matthias Tschumi berichten – Quellflächen von Nützlingen zur biologischen Schädlingsbekämpfung in landwirtschaftlichen Kulturen, wodurch der Einsatz von Spritzmitteln verringert werden kann! Diese Schau-Blühflächen finanzieren die Blühpaten mit Ihrer Patenschaft.

Ab sofort kann jeder für mehr Blütenvielfalt in unseren Gemeinden und unserer Landschaft sorgen und so die Lebensgrundlage für Biene, Hummel, Schmetterling & Co verbessern! Werden auch Sie Blühpate!

Blühpate werden

Über die Autorin
Autor Anne Spatz

NBL-Team

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