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Ausschnitt des Covers "Honigbienen - geheimnisvolle Waldbewohner" Foto: Knesebeck-Verlag / Ingo Arndt

Buchempfehlung: "Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner"

Ein Hingucker: Das neue Buch „Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner“ von Bienenforscher Professor Dr. Jürgen Tautz und dem renomierten Naturfotografen Ingo Arndt.

Honigbienen (Apis mellifera) kommen in unseren Breiten ursprünglich aus den Wäldern. Dort haben sie vorzugsweise in hohlen Bäumen genistet und konnten bis zum Mittelalter noch weitgehend ihr wildes Bienenleben genießen. Das neue Buch „Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner“ von dem renommierten Bienen-Grundlagenforscher, Professor Dr. Jürgen Tautz, und einem der weltbesten Naturfotografen, Ingo Arndt, gewährt Einblicke in diese ursprüngliche Lebensform der Honigbienen – denn es gibt auch heute noch einzelne Bienenvölker, die überwiegend unbehelligt im Wald leben.

Dem Superorganismus auf der Spur
Honigbienen sind soziale Insekten. Ihr Zusammenleben wird wissenschaftlich auch mit dem Begriff “Superorganismus” bezeichnet. Der einzelne Bienenstaat besteht aus unüberschaubar vielen Einzelbienen, die uns oft nur im gemeinsam erarbeiteten Endergebnis – zum Beispiel der Honigmenge – zeigen, dass sie den Namen Superorganismus wirklich verdienen. An diesem Endergebnis sind meist mehrere Generationen des Bienenvolkes beteiligt.

In der Realität setzt sich das Leben der Einzelbiene aus ganz vielen verschiedenen Aufgaben zusammen. Alle dienen dem Erhalt und der Zukunft des ganzen Volkes. Dabei differenzieren sich die Einzelbienen eines Volkes auch noch einmal in drei Wesen: den Arbeitsbienen, den Drohnen und der Königin. Ein Bienenvolk ist also ein sehr komplexer Organismus. Vor allem die vielen Millionen Jahre ihrer evolutionären Entwicklung im Lebensraum Wald haben “unsere” Bienen zu dem gemacht, was wir an ihnen heute bewundern können. Durch industrielle Land- aber auch Waldwirtschaft haben wir zugleich den Lebensraum der Honigbienen stark verändert.


Das ARD-Literaturmagazin “Druckfrisch” berichtete ebenfalls über das Buch “Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner”. Den Videobeitrag finden Sie hier.

Beeindruckende Fotos und verständliche Texte
Das Buch beeindruckt durch hochwertige Fotos, die das Atmosphärische des Waldes, der Bienen und der individuellen Höhlungen in denen die Bienen dort leben spürbar werden lassen. Die verständlichen Texte erklären einzelne Phänomene aus der natürlichen Organisation des Zusammenlebens der Bienen als Volk. Darüber hinaus wird beschrieben, wie sich die Wissenschaft wild lebenden Bienenvölkern wieder annähern kann. Denn durch moderne Bienenhaltungspraktiken und ertragsorientierte Forschung an der Honigbiene als Nutztiere ist der Blick auf wild lebende Kolonien fast verschwunden. Gegen Ende des Buches wird gezeigt, wie heute wieder neu, eine alte Form der Waldbienenhaltung – die Zeidlerei – in Polen praktiziert wird.

Diese Neuerscheinung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker – auf Bienenvölker im Wald. Sehr interessant geschrieben und lesenswert für Bienenfreunde, die vielleicht gar keine Bienen halten, und für Imker, die daran interessiert sind, wie ihre Lieblinge vereinzelt heute im Naturzusammenhang des Waldes leben. Letzteren wird in dem Buch eine sehr schöne und überwiegend anderen Sichtweise, als die der Nutztierhaltung, begegnen.

„Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner“ von Professor Dr. Jürgen Tautz und Fotograf Ingo Arndt erschien im Februar 2020 beim Knesebeck-Verlag und kann in unserem Mellifera-Shop bestellt werden.

Ein Einblick in die wunderbaren Fotografien im Buch (alle von Ingo Arndt, urheberrechtlich geschützt):

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Über den Autor:
Norbert Poeplau

Imkermeister

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