Pressemitteilung

Deutsche Imkerverbände unterstützen Aigner bei Einsatz gegen Aufweichung der Nulltoleranz

Die EU-Kommission plant eine Aufhebung der bestehenden Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassener Gentechnik in Lebensmitteln. Doch sie hat eine entschiedene Gegnerin aus Deutschland: Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner. Sie widersetzt sich damit im Interesse der Wahlfreiheit der Verbraucher sowohl dem Koalitionspartner FDP als auch Teilen der Lebensmittelwirtschaft. Für diese Haltung findet sie nun Unterstützung aller deutschen Imkerverbände, die sich heute in Berlin getroffen haben.

Die in der Europäischen Union geltende Nulltoleranz heißt, dass in Lebensmitteln nicht einmal eine Spur nicht zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten sein darf. Ministerin Aigner ist nicht bereit, einen sogenannten Analyseschwellenwert von 0,1 Prozent hinzunehmen, wie er von der EU-Kommission vermutlich im Juli vorgeschlagen werden wird. Kunden könnten sonst nicht mehr eindeutig erkennen, ob sie wirklich ein gentechnikfreies Produkt kaufen, sagte Aigners Sprecher.

Die Imkerverbände begrüßten ausdrücklich Aigners Einsatz. Die Ministerin stelle sich damit auf die Seite der Imker, die in besonderer Weise von Agro-Gentechnik betroffen seien und seit Jahren auf die Schutzwürdigkeit ihrer Produkte im Rahmen der Koexistenz hinwiesen.

Die Imkerei ist beim GVO-Anbau auf eindeutige und wirksame Regelungen bei Sicherheitsabständen, Haftungs- und Kennzeichnungsfragen angewiesen. Das hat auch der Bundesrat schon am 30.11.2007 durch eine Entschließung von der Bundesregierung gefordert, um die Koexistenz der Imkerei neben einem GVO-Anbau zu gewährleisten. Dazu Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (DIB): „Die Imkerverbände vertrauen nun darauf, dass Frau Aigner auch die anderen notwendigen Schritte zur Sicherung der Imkerei entschieden vorwärts bringt.“

Presse Kontakt

Ansprechpartner Sarah Bude

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