Ungefähr 30 000 Bienen wohnen derzeit in der Bienenkiste der beiden Hobby-Imker Sandra Bergmann und Wolfgang Thurik am südwestlichen Ortsrand von Sailauf.
Die fortschreitende Intensivierung in der Landwirtschaft sowie
umfangreicher Siedlungs- und Straßenbau führen zu einer schleichenden Veränderung unserer
Kulturlandschaft. Die Folgen für Blüten besuchende Insekten sind gravierend, denn
Nahrungsgrundlagen gehen verloren und der Lebensraum wird knapp. So hat sich die
Situation für alle Nektar- und Pollen sammelnden Insekten, wie z.B. Honig- und Wildbienen
oder Schmetterlinge, in unserer Landschaft enorm verschlechtert. Dabei erfüllen diese
Insekten wichtige Funktionen in der Natur, auf die auch der Mensch angewiesen ist, wie z.B.
die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen.
Umgerechnet fünf Fußballfelder groß ist eine Fläche, die die Tengener Landwirtin Christine Stotz-Dietrich mit Blütenpflanzen für Insekten versehen hat. Der Biologe Holger Loritz erläuterte bei einer Führung das Projekt.
»Ökologisch und einfach«: Mattis Lenz (8) steigt mit seinem Vater Oliver auf das Dach des Anbaus an ihrem Reihenhaus. Dort steht eine flache Holzkiste, wo Bienen ein- und ausfliegen. Sie wohnen in dieser sogenannten Bienenkiste.