Bienen schützen Blog

Ein Paradies für Mensch und Tier. Foto: U. Baumgartner

Gärtnern ohne Gift

Trotz EU-weitem Teilverbot und bewiesener Bienenschädlichkeit sind in Deutschland immer noch 41 Pflanzenschutzmittel mit Neonicotinoiden zugelassen. Mehrere davon dürfen sogar immer noch im Haus- und Gartenbereich verwendet werden.

Lieben Sie Ihren Garten? Dann sollten Sie auf Pestizide verzichten.
Trotz EU-weitem Teilverbot und bewiesener Bienenschädlichkeit sind in Deutschland immer noch 41 Pflanzenschutzmittel mit Neonicotinoiden zugelassen. Mehrere davon dürfen sogar immer noch im Haus- und Gartenbereich verwendet werden.

Derzeit bewirbt die Bayer AG ihr „Lizetan Zierpflanzen-Schädlingsspray“ mit Werbespots im Radio. Der zentrale Wirkstoff des Sprays ist Thiacloprid, eines der jüngsten Wirkstoffe der Neonicotinoide. In mehreren Studien hat Bienenforscher Prof. Randolf Menzel nachgewiesen, dass Thiacloprid den Orientierungssinn und die Gedächtnisleistung von Honigbienen schon in geringsten Dosen schädigt. Dennoch wird es als “nicht bienengefährlich”.

Nützlinge für Schädlinge: Marienkäfer fressen Blattläuse. Wenn Sie Ihren Garten lieben und Ihn als den Ort ansehen, in denen Träume Wirklichkeit werden – damit wirbt Bayer in ihrer Radiowerbung – dann gärtnern Sie ohne Pestizide! Vermeiden Sie Produkte mit den Bezeichnungen „Lizetan“, „Calypso“ sowie „Careo“, in diesen Produkten sind die Neonicotinoide Thiacloprid bzw. Acetamiprid enthalten.

Vorsicht ist auch bei der Verwendung von Ameisengift geboten – das ebenfalls von Bayer vertriebene „Ameisen-Köder-Granulat“ sowie diverse Ameisen-Köderdosen von Bayer enthalten den als besonders bienengefährlich eigestuften Wirkstoff Imidacloprid, der auch sehr giftig für Wasserlebewesen aller Art ist.
Imkern ist dringend davon abzuraten, mit Köderdosen gegen Ameisen im Bienenstock vorzugehen, nicht selten enthalten die Köderdosen höchst bienenschädliche Pestizide – die Ameisenköderdose „Celaflor“ etwa enthält den Wirkstoff Fipronil, der aufgrund seiner Bienenschädlichkeit keine landwirtschaftliche Zulassung in der Europäischen Union bekommen hat.
Um die Bienenwohnungen vor Ameisen zu sichern ist zu empfehlen, die Beuten auf einen Unterstand zu stellen, etwa auf eine Europalette, die auf vier Holzpflöcken oder Zementsteinen sitzt. Diese Pflöcke oder Steine könnten in einer Wasserschale stehen – da kommt keine Ameise durch. Als Alternative könnten auch Ringe mit insektizidfreiem Spezialleim dienen.

Tipps – Gärtnern ohne Pestizide

  • Pflanzen Sie statt hochgezüchterer Zierplfanzen robuste, einheimische Arten
  • Jäten, Hacken, Vertikutieren sind effektive Methoden, um unliebsame Kräuter zu entfernen
  • Kaufen Sie keinen Mutterboden (Humus), dieser enthält unzählige Wildkräutersamen. Verwenden Sie stattdessen Unterboden oder mischen Sie aus Lehm, Kompost und Sand selbst Ihren Boden.
  • Fördern Sie Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespe, diese fressen beispielsweise gerne Blattläuse und Motten.
  • Gegen Nacktschnecken hilft es, wenn Sie Kaffeepulver rund um die Pflanzen streuen

Weitere Tipps findet Ihr beim Nabu

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www.mellifera.de/bienen-schuetzen
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Über den Autor
Autor Michael Slaby
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